August 2019

Das Kompendium

Im August flackern zwei Meteoritenschauer – die Perseiden und die Kappa-Cygniden – am Nachthimmel der nördlichen Hemisphäre. Ihre Vergänglichkeit, ein Symbol saisonaler Freuden. Das Beobachten der Sterne, ein Picknick, Gläser mit gekühltem Rosé, von der Sonne ausgeblichene Taschenbücher, das Malen en plein air – der Sommer birgt so manches verlässliche Vergnügen. Energiegeladene Abenteurer können auf der São Paulo Photo Fair, der CHART in Kopenhagen oder auf der Asia Hotel Art Fair in Seoul einer neuen visuellen Kultur begegnen. Melden Sie sich für einen Sprachkurs in Portugal oder einen Kurs für Grünholzverarbeitung in den schottischen Highlands an, oder bestaunen Sie alte und moderne architektonische Wunderwerke in Pachacámac, Peru. Diejenigen, die auf der Südhalbkugel leben, können eine winterliche Vielfalt entdecken: Vorführungen auf dem Melbourne International Film Festival, zügige, steile Wanderungen, die mit herzhaften, heißen Suppen mit schmackhaften Sauerteigröllchen oder einem ordentlichen, torfigen Scotch (oder vielleicht auch alles zusammen) belohnt werden, sowie realistische Ziele für den Garten. Wo auch immer Sie sich befinden, oder sich zu einer Reise entschließen, erinnern Sie sich an das melancholische Paradoxon, das der August darstellt – ein Monat, der zu Beginn lang und träge wirkt, und an der Schwelle zum geschäftigen September rasch zu verschwinden scheint. Genießen Sie die Ruhe, den Urlaub, die Auszeit.

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GARTEN

Irdische Freuden, von Hand gezüchtet

Ganz gleich ob Sie sich auf der nördlichen oder südlichen Hemisphäre befinden, der August ist eine hervorragende Zeit, um sich in den Garten zu begeben – für die Nordlichter hat die Erntezeit begonnen, während es im Süden an der Zeit ist, Neues zu sähen. Den grünen Daumen im Süden steht eine endlos lange Liste zarter Nahrungsmittel zur Verfügung, die sie im August pflanzen können – von Topinambur bis Rhabarber, von Brokkoli bis Mangold. Es ist schwer, den Geschmack (und die Zufriedenheit) zu übertreffen, das liebevoll im eigenen Garten geerntetes Blattgemüse mit sich bringt. Warum nicht in diesem Jahr etwas anpflanzen, das man nicht so einfach beim Gemüsehändler findet? Warrigal, auch bekannt als Tetragonia tetragonioides oder Neuseeländer Spinat, ist ein sogenanntes Buschessen mit fleischigen, dreieckigen Blättern und blassgelben Blüten, das für einen hübschen Effekt im Pflanzentopf gezüchtet werden kann – und das ziemlich schnell. Vom Samen zum Salat braucht es nur wenige Wochen, was es zu einer praktischen Wahl für den Küchengarten macht. Tatsoi, aus der Brassica (Sareptasenf) Gattung, hat einen leicht pfeffrigen Geschmack und lässt sich ähnlich wie Blattspinat nutzen. Der Wiesen-Sauerampfer, oder Rumex acetosa, ist hell und sauer. Seine jüngsten Blätter duften nach Walderdbeeren, die etwas reiferen werden am besten sparsam als saure und spritzige Akzente verwendet. Züchten Sie ihn an einem teils sonnigen, teils schattigen Ort, da er bei zu viel Sonneneinstrahlung harte und bittere Blätter hervorbringt. Mitsuba, auch bekannt als japanische Petersilie, ist ein mehrjähriges Kraut, das nicht viel Aufmerksamkeit benötigt — außer Acht gelassen, wächst er wie ein Unkraut. Er kann ein wunderbarer Salatersatz in einem Sandwich sein. Die Ambitionierten, die gleich alle vier anbauen, können sie in einer großen Schüssel mit Radieschen und einer Rotwein-Vinaigrette zu einer würzigen, hausgemachten Salatmischung vereinen.

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KINO

Bewegende Chroniken des Alltags

Der iranische Regisseur Abass Kiarostami hatte viele Begabungen: Er war Produzent, Drehbuchautor, Fotograf, Grafiker und Dichter. Sein Werk Taste of Cherry (1997) gewann noch im gleichen Jahr die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes, doch er erlangte bereits zuvor Ruhm mit The Koker Triology , einer wunderbaren Serie im Erzählstil eines Dokumentarfilms. Die Geschichten bauen aufeinander auf und ruhen ineinander wie russische Puppen. Alle drei Filme spielen in der ländlichen nordiranischen Stadt Koker. Jeder ist eine skurrile und menschliche Fabel. In Where is the Friend’s House? (1987) nimmt ein Schuljunge versehentlich das Notizbuch eines Klassenkameraden mit nach Hause und macht sich auf den Weg, ihm dieses zurückzugeben. Geleitet – und manchmal auch irregeführt – von den Bewohnern zweier Städte, durchquert er Straßen und Nachbarschaften. Die Einfachheit seiner Aufgabe wird durch den Reichtum und die Intrigen der ländlichen, iranischen Gesellschaft, der er begegnet, verkompliziert. Der Film ist ein wundersames Portrait eines einzigen Tages, erzählt aus der Perspektive eines Kindes. And Life Goes On (1992) thematisiert die Nachwirkungen des verehrenden Erdbebens von 1990, dem 50.000 Iraner zum Opfer fielen. Kiarostami richtet seine Kamera auf die Zerstörung Kokers und sucht (gemeinsam mit seinem Sohn) nach dem Jungen, der in Where is the Friend‘s House spielte. Dieses Meta-Narrativ reicht bis in das finale Kapitel der Trilogie, Through the Olive Trees (1994), welches einen Blick hinter die Kulissen auf einen der Schauspieler aus And Life Goes On wirft, und insbesondere auf seine unerwiderten romantischen Gefühle für die Schauspielerin, die in diesem Film seine Frau spielte. Die Spannung, die sein Verlangen und ihre Ablehnung für den Regisseur erzeugen, wird zum Teil der Handlung. Through the Olive Trees ist leicht komödiantisch und nimmt Bezug auf sich selbst. Die Trilogie als Ganzes ist eine meisterliche Darstellung der Rhythmen und Lebensweisen des ländlichen Irans. Die Die Koker Trilogie, die beispielsweise an einem langen Wochenende schnell nacheinander geschaut wird, entführt Sie in Kiarostamis lebhafte und umfassende Vision.

 
BESUCHEN

Zeitgenössische Kunst in einer üppigen Landschaft

Im Jahr 2012 erlebte ein ehemaliger Milchbauernhof in Reading, Vermont, seine Wiedergeburt als einer der Außenposten der Hall Art Foundation (die anderen befinden sich in Schloss Derneburg in Deutschland und im MASS-MoCA in North Adams, Massachusetts) und wurde so zu einem der besten kleinen Museen Neuenglands. Heute beherbergen das Bauernhaus und die Scheunen aus Quaderstein von Mai bis November außergewöhnliche Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst. Der Eintritt erfolgt nach Vereinbarung für geschlossene Gruppenführungen gegen eine geringe Gebühr von 10 $ pro Person. Das diesjährige Programm umfasst Gemälde von Malcolm Morley sowie eine atemberaubende Außeninstallation mit Werken englischer Bildhauer, darunter Richard Deacon, Nigel Hall, Gary Hume, Richard Long und Marc Quinn. Darüber hinaus gibt es eine Retrospektive mit 40 Skulpturen, Gemälden und Papierarbeiten des amerikanischen Künstlers Richard Artschwagers, dessen unkonventionelle Verwendung von industriellen Materialien, unter anderem Formica, seinem Schaffen einen besonderen Glanz verleiht. Die Gruppenausstellung „Made in Vermont“ von Vermonter Künstlern, die sich im vergangenen Jahr zum ersten Mal präsentierte, ist mit einer neuen Generation von Talenten zurück. Zuvor zeigte die Stiftung ausschließlich Werke aus ihrer dauerhaften Sammlung sowie aus der Privatsammlung ihrer Gründer Andrew und Christine Hall (was den Kuratoren viel Spielraum gab, da diese mehr als 5.000 Werke umfasst, unter anderem von solch namhaften Künstlern wie Olafur Eliassson, Damien Hirst und Jeff Koons). Mit „Made in Vermont“ experimentiert sie mit einem neuen Modell: Arbeiten weniger bekannter, lokaler Künstler sind zum Kauf verfügbar. Nach der Besichtigung der minimalistischen Galerien empfiehlt es sich, die wunderschöne Außenanlage zu erkunden. Das Museum befindet sich neben einem tosenden Wasserfall an einem Nebenfluss des Black Rivers. An jedem ersten Freitag im Monat ist der Eintritt zwischen 17:00 und 20:00 Uhr frei für Besichtigungen ohne Führung. Investieren Sie das Gesparte in ein Stück perfekte Holzofenpizza von La Pizza Lupo’s Food-Truck, gefolgt von einem Eis des saisonalen Standes am Ende der Straße.

 
ARCHITEKTUR

Ein Juwel eines speziell angefertigten Pavillons

Im Jahr 2018 führten die Architekten Guillaume Othenin-Girard und Vincent Juillerat eine Gruppe von 45 Architekturstudenten aus Lima und Zürich durch das Design und die Konstruktion eines bemerkenswerten, mauerlosen Außenpavillons, der in nur drei Wochen fertiggestellt wurde. Sein Nutzen? Schatten spenden für Archäologen, die gerade entdeckte Artefakte, die in Pachacámac, Peru, ausgegraben wurden, von Staub und Schutt befreien. Vier Fußwege – teilweise gefertigt aus im Ofen gebranntem Tornillo, einem flexiblen und beständigen tropischem Hartholz, das im peruanischen Regenwald gewonnen wird – bilden ein Rechteck, das einen sandigen Innenhof umschließt. Über den Gehwegen befindet sich ein Vordach aus weichem Material: weißes Polyester, das in einem zickzackförmigen, durchsichtigen Muster durch die oberen und unteren Streben gewoben wurde, bietet eine Erholung vom starken Sonnenlicht der Anden, und bewahrt gleichzeitig den Blick auf die umliegende, dramatische Landschaft. An beiden Enden des Konstrukts bilden Bambuspanels atmungsaktive Kammern, die zur Aufbewahrung von Artefakten dienen, bevor diese zum Museum von Pachacámac transportiert werden. Das Design des Pavillons – von oben ist lediglich das weiße Dach sichtbar – spiegelt die umliegende, viel ältere Nachbarschaft mit ihren alten, abgestuften Gebäuden, unter anderem die Außenmauern des Acllahuasi, dem Kloster der Priesterinnenklasse der Inka, wider.

 
LESEN

Eine schillernde Sammlung, die man immer und immer wieder genießen möchte

Der Ontariosee tritt über seine Ufer hinaus und die Skyline von Toronto verschwindet im Wasser. Revolutionäre zapfen heimlich die Ahornbäume an, die die ruhigen Straßen eines noblen Viertels säumen. Eine Krähe beobachtet ein Reh, das kontinuierlich Streusalz von der Straße leckt. Ein Paar macht einen Streifzug durch den immer kleiner werdenden, nördlichen Nadelwald. Diese Geschichten, Fragmente, Gedichte, Lieder und neugedachten Mythen, aus denen sich This Accident of Being Lost (2017) zusammensetzt, eine Sammlung der Mississauga Ninshnaabeg-Autorin Leanne Betasamosake Simpson, sind unvorhersehbar, unglaublich einfallsreich und unaufdringlich hinreißend. Simpson, die erste Preisträgerin des RBC Taylor Emerging Writer Awards, vereint in diesem fein geschliffenen, heterogenen Buch zahlreiche Formen und Genres: Science Fiction und realistische Fiktion, Tagebucheinträge, indigenes Geschichtenerzählen und Freiform-Verse. Das Resultat ist Geschriebenes, das einen Spagat zwischen Tradition und Moderne wagt, und auf vielfältige Weise fragt, wie es für indigene Völker ist, die Mentalität und die Umgebung der „Siedler“ zu bewohnen und die Angst der Assimilierung zu überwinden. „Ihre Kinder werden weiß bleiben, wenn sie nicht die Art von Strand haben, die sie wollen,“ schreibt sie. „Unsere Kinder werden keine Mississauga sein, wenn sie nicht in der Lage sind, ein einziges Mississauga-Ding zu tun.” This Accident of Being Lost verzichtet auf geschwollene Kategorien von Identität. Die Charaktere und Szenen strahlen mit Humor, sogar dann, wenn sie vor ernsthaften Herausforderungen stehen. Simpson beschreibt die Sammlung als ein Gebot „unapologetisch und wahrheitsgemäß zu schreiben, damit ich mich und meine Gemeinschaft auf diesen Seiten sehe". Und sie hat Erfolg.

 
AUFSUCHEN

Ein großartiger Appell, der für sich spricht

Das zehnte Louisiana Literature Festival findete zwischen dem 22. und 25. August in Dänemarks lebhaftem Louisiana Museum of Modern Art statt. Das Museum liegt eine kurze Zugfahrt nördlich von Kopenhagen in idyllischer Umgebung und versammelt Schriftsteller aus der ganzen Welt zu Lesungen und Podiumsdiskussionen, die auf intimen Innen- und Außenbühnen am sanften, sprudelnden Wasser des Öresunds gehalten werden (in der Ferne ist Schweden zu sehen). Das diesjährige Line-Up umfasste die britischen Schriftstellerinnen Rachel Cusk (Autorin der Outline Trilogie) und Isabella Hamad (The Parisian), die amerikanische Schriftstellerin Lisa Halliday (Asymmetry), die amerikanische Dichterin und Essayistin Claudia Rankine (Citizen), den ungarischen Schriftsteller László Krasznahorkai (Satantango), den nigerianischen Schriftsteller Ben Okri (The Famished Road), die türkische Schriftstellerin Elif Shafak (The Bastard of Istanbul), den norwegischen Schriftsteller Per Petterson (Out Stealing Horses), die amerikanischen Karikaturisten Robert Crumb und Aline Kominsky-Crumb, sowie die Dichterinnen Anne Waldman und Katarzyna Fetlinska. Die Sammlungen des Museums, die in historisch modernistischen Galerien untergebracht sind und zu denen auch eine außergewöhnliche, dauerhafte Installation von Skulpturen von Alberto Giacometti gehört, haben einen strikten Fokus und sind es wert, sich Zeit dafür zu nehmen. Für das diesjährige Festival gibt das Museum einen Sammelband mit 27 Essays über Kunstwerke der eigenen Sammlungen heraus – von aktuellen und ehemaligen Gastautoren wie Anne Carson, CAConrad, Richard Ford, Karl Ove Knausgård, Chris Kraus, und Eileen Myles.

 
THE PARIS REVIEW

Ein wenig Hitze kann mörderisch sein

Der in Alabama geborene Schriftsteller Jesse Hill Ford (1928-1996) veröffentlichte in der Sommerausgabe 1966 von The Paris Review ein packendes Stück Kriminalliteratur. „The Highwayman “ ist die kurze, aber schockierende Geschichte von Litte Frank, einem 26-jährigen Flachskopf mit hellblauen Augen, der „aus Unicoi County, oben am Ostende von Tennessee stammt, wo die Unaka Mountains unter dem Straßenrand in die Täler abzurutschen schienen, was einen Mann glauben ließ, dass er vielleicht am glücklichsten sein könnte, wenn er ein Vogel wäre.“ Little Frank befindet sich zusammen mit seiner Schwester Lula und ihrem Mann William auf einer langen, heißen Autofahrt. William — jünger, dunkler, besser gekleidet, ein Veteran der Armee (Little Frank ließ man nicht in die Armee, da er zu klein war und weder lesen noch schreiben konnte) — ist der Kopf hinter dem Vorhaben, der das Abenteuer des Trios, das gleichzeitig die Hochzeitsreise von ihm und Lula sein soll, finanzieren soll. Er wird den Chevy steuern und Little Frank zuwinken, und Little Frank, der ein guter Schütze ist, wird wissen, dass er die Tankstelle oder das Lebensmittelgeschäft betreten, eine Pistole zücken und den Aufseher oder Verkäufer ausrauben muss. Beim ersten Mal geht dies ganz ohne Schwierigkeiten vonstatten. Nichtsdestotrotz fragt Lula „Warum hat das so lange gedauert?“ als Little Frank zurück ins Auto steigt. Doch Little Frank wird durch das Erblicken zweier Füchse auf der Straße aus dem Konzept gebracht, und verlangt, dass William mit dem Auto umkehrt, so dass er eines der Tiere zu seinem Haustier machen kann. William will dem nicht Folge leisten, obwohl er und Lula versuchen, Little Frank mit dem Versprechen zu beschwichtigen, dass sie für den nächsten Fuchs, den sie sehen, anhalten werden. Little Frank glaubt ihnen nicht und als das Auto für den nächsten Überfall zum Stehen kommt, wendet sich sein Glück unwiderruflich von ihm ab. Fords eigenartige und gewalttätige kleine Geschichte spielt darauf an, wie Verbrechen sich gerade in der Sommerzeit zuspitzen – Hitze, Langeweile und Klaustrophobie verzerren den einfachsten von drei schlichten Köpfen.

 
AUFENTHALT

Das gehobene Leben loben

„Das, was manche Menschen als Langeweile bezeichnen, kann in der richtigen, wenn auch schwer fassbaren Dosis, eine Form der Impfung gegen sich selbst sein,“ schreibt Philip Connors in Fire Searson: Field Notes from a Wilderness Lookout , seinen 2012 erschienenen Memoiren über die Jahre, die er in einem zwei mal zwei Meter großem Turm mit Blick auf einen feueranfälligen Wald in New Mexiko verbrachte. „Wenn man sich erst durch den Sumpf der Monotonie kämpft, in dem die Zeit mit dem quälenden Ticken der Armbanduhr vergeht, wird es möglich, in einen Zustand des Gleichgewichts zu erlangen, eine Form des Wartens und Beobachtens zu erreichen, die an das grenzt, was ich nur als das Heilige bezeichnen kann.“ Zu Connors literarischen Vorfahren, die sich ähnlich zu einsamen Türmen hingezogen fühlten, gehören unter anderem Edward Abbey, Jack Kerouac und Norman Maclean. Dennoch müssen Sie weder Schriftsteller sein, der viel Zeit für die Selbstbeobachtung benötigt, noch ein Naturforscher auf der Suche nach einer saisonalen Beschäftigung, um die Schönheit dieser Unterschlupfe, mit ihren spektakulären Aussichten und dem spärlichen Komfort, erleben zu können. Im Westen der Vereinigten Staaten stehen fast 75 ausgediente Feuertürme als Ferienunterkünfte zur Verfügung – eine gehobene Form des Campings (wörtlich genommen, wenn auch nicht auf die Ausstattung bezogen), die Ihnen unter anderem einen Blick auf die Spruce Mountains in Wyoming, den Jersey Jim in Colorado und Idahos Deer Ridge bietet (Durchstöbern Sie die vollständige Liste in Ruhe). Die Anlagen verfügen über Matratzen, Propan-Leuchten, einen Kocher mit zwei Herdplatten, ein Plumpsklo, wunderbare Wanderstrecken und natürlich das Recht, mit dieser unvergleichlich schroffen Unerschrockenheit und Sparsamkeit prahlen zu können.



Illustrationen von Audrey Helen Weber

‘There seems to be a kind of order in the universe… in the turning of the Earth and the changing of the seasons.’

Katherine Anne Porter